King Arms M4 Troy MRF-CX
5. Dezember 2009 von PhilippG

Nach nun mehr als 6 Monaten wird es wohl Zeit mal ein kurzes Fazit zur Troy M4 von King Arms zu schreiben.
Also wo lässt sich anfangen? Erster Eindruck der Waffe.. top!
Body, Receiver, RIS
Sehr schönes matt-schwarzes Finisch… und vorallem Metall wohin man schaut! Dieser Eindruck hat sich auch im Nachhinnein bestätigt. Der Body ist perfekt verarbeitet. Kein Wackeln oder Knarzen. Auch das RIS sitzt bombenfest. Kein einziger Millimeter Spiel und, was relativ selten ist, ein perfekter Übergang vom RIS zum Receiver der Waffe. Der einzige Teil der Waffe der ab und an leichtes Klackern von sich gibt ist der etwas lockere Ladehebel. Darüber lässt sich aber absolut hinwegsehen.
Zwiespältig könnt eman noch die Slinghalterungen sehen. Die erste ist M4-typisch unter dem Kornträger montiert und schlackert bei Nichtverwendung. Die zweite Halterung ist mit Schnellmontageclip versehen und sitzt seitlich am Stock. Das ermöglicht einen einfachen Umbau für Linkshänder. Wer also einen 2-Punkt Gurt mag hat 2 sehr gute Sling-Halterungen.
Was die Markings angeht findet sich auf der linken Seite auf dem Magwell das große TROY-Logo und der Schriftzug:
Close Quarter battle
Special Purpose Carbine
Cal.5.56 MM NATO
04111
Weiterhin ist neben dem Feuerwahlhebel der Aufdruck
STAG Arms
New Britain
Conn. U.S.A.
zu finden.
Die rechte Seite des Magcatches ziert ein zweites Logo sowie:
Close Quarter Battle
Carbine 5.56MM
Special Arms & Munitions
Das F ist unter dem Foreward Assist auf dem Upper Receiver in das Metall eingeschlagen. Die Kennzeichnung ist allerdings sehr blass.
Anbauteile und Stock
So schön die metallteile der Waffe auch aufeinander abgestimmt sind, schaut man auf die Plastikteile der Waffe so wird man doch enttäuscht. Alle Teile für sich sind sehr gut verarbeitet. Hochwertiges, griffiges Plastik das z.B. an den beiden Railcovern mit einer extra griffigen Oberfläche versehen wurde. Für Airsoftteile ist die Verarbeitung auf höchstem Level. Besseres findet sich eigentlich nur im realsteel-Bereich. Das Problem mit den KingArms Teilen ist nur, dass sich scheinbar niemand vorher das Maß der Metallteile angesehen hat. So sind sowohl die Rails, alsauch der Frontgriff zu groß und wackeln auf den Rails (die Rails selber haben Standartmaß). Bei den Panels ist das noch gut zu ertragen, beim Frontgriff ist ohne eigene Nacharbeit nichts zu machen.
Der Stock wackelt, M4 typisch, auch. Das viel größere Problem ist der Akku im Stock. Zuerst müssen, um überhaupt einen Akku einzulegen, 2 Imbusschrauben samt Muttern entfernt und mühsam aus den Halterungen gedrückt werden. Erst dann ließe sich ein Akku einlegen. Nur welcher Akku passt? Die KingArms eigenen LiPo`s für die Stocktube schonmal nicht. Die Stocktube ist zwar dick genug, aber der Stock hat hinten eine 2cm in die Tube hereinstehende Kappe. Dadurch lässt er sich nichtmehr einschieben wenn ein Akku eingelegt ist. Hier muss, unnötiger weise, der Dremel ran. Aber auch dann müssen die Kabel umständlich in einer der beiden Seitenröhren verstaut werden. Diese Röhren sind eigentlich zur Unterbringung von Sub-C Zellen gedacht. Die passen aber nichtmehr hinnein, sobald Schrumpfschlauch darum ist. Dann sind die Zellen nur mit viel sanfter Gewalt in die Röhren zu zwingen sodass man fast die Qualität eines Einbauakkus erreicht. Schade, dass hier wohl niemand nachgedacht hat. Bei der Verkabelung hingegen wurde nachgedacht. Hochwertige, flexibele Kabel statt der üblichen starren Drähte!
Der Akkueinbau ist also in jedem Fall schwierig, sodass ich den Stock der Waffe tauschen würde. DBoys löst das bereits viel viel besser.
Internals
Das allererste Problem ergab sich bereits am Anfang und führte zu einigem Ärger beim Kauf der Airsoft. Nach einigen Schüssen stoppte die Waffe und schoss nicht weiter. Schlussendlich stellte sich ehraus, dass bei einigen KingArms M4`s wohl die Kabelschuhe des Motors locker sind und sich so nach wenigen Schüssen wieder lösen. Im Zweifel hier mal mit einer Zange nachklemmen, dann sollte dort Ruhe sein.
Die Gearbox selber habe ich bisher weder ausgebaut noch geöffnet. Dies ist aber auch nicht weiter nötig. Die Waffe läuft absolut problemlos bei Werten um knapp 1J (.2g BB`s). Allerdings ist sie im Vergleich mit anderen Stock- Waffen der 1J-Klasse deutlich präziser und hat eine höhere effektive Reichweite. Also absolut spieltauglich.
Bisher bleibt die Leistung konstant und lässt nicht, wie bei vielen anderen Waffen, nach einiger Zeit nach. Positiv ist zu sehen, dass die Waffe mit LiPos einwandfrei läuft. 11.1V sind auch auf deuer kein Problem und erlauben schnelles Schussfolgen.
Fazit:
Eine sehr schöne Waffe die sowohl äußerlich alsauch mit den inneren Werten überzeugt. Das einzige wirkliche Problem ist der Stock mit dem Akku. Wer da bereit ist entweder auf Komfort zu verzichten oder selbst nachzubessern bekommt eine Top Airsoft fürs Regal und für das Spielfeld.
Pro:
- Top Verarbeitung der Metallteile
- reichhaltige Ausstattung mit Frontgriff, Railpanels und FlipUp Sights
- konstante 1J bei sehr hoher Präzision und Reichweite
- Technisch LiPo-Fähig (aber Platzprobleme)
Contra:
- sehr schlechte Passform der Plastikteile
- Akkueinbau viel zu umständlich
- nur ein 3 geteilter Akku passt ohne einbußen, LiPo`spassen nicht recht

